Dächer sicher von Schneelast befreien

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Helferinnen und Helfer mit Sicherheitsmaßnahmen schützen 

Wer Schnee auf Dächern räumt, sollte unbedingt auf eine fachgerechte Absturzsicherung achten. Was ist zu beachten, damit die Einsatzkräfte von THW, Feuerwehr, Hilfeleistungsorganisationen, Bundeswehr, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von entsprechenden Firmen und Privatpersonen sicher sind bei ihrer Arbeit auf den Dächern? Die gesetzliche Unfallversicherung gibt dazu Tipps und weiterführende Informationen.

Wird die Schneedecke auf einem Dach zu schwer, ist die Statik des Gebäudes gefährdet. Um einer möglichen Einsturzgefahr zuvorzukommen, werden die Dächer geräumt. Ob eine Räumung geboten ist, ist  ist durch eine fachkundige Person anhand von Statik, Zustand des Gebäudes und Gewicht der Schneelast zu prüfen. Bei der direkten Ermittlung der Schneelast hilft ein Schneemessrohr. Dabei wird mit einem Rohr eine Schneemenge ausgestochen, gewogen und als Flächenlast umgerechnet.

Nachdem der Eigentümer bzw. Gebäudebetreiber so ermittelt hat, ob eine Schneeräumung erforderlich ist, müssen die verantwortlichen Einsatzkräfte vor Beginn der Arbeiten ein Räumkonzept und eine Gefährdungsbeurteilung erstellen. Eine Person mit hierfür ausreichenden Kenntnissen sollte dann die Räumarbeiten koordinieren und überwachen.

„Eine gute Vorbereitung ist das A und O für einen sicheren Einsatz“, sagt Martin Sobottke von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). „Ebenso wichtig ist eine gute Kommunikation aller Beteiligten und die Identifizierung möglicher Gefahrenquellen. Ein besonderes Augenmerk muss auf die Absturzgefahr und entsprechende Schutzmaßnahmen gelegt werden.“

 

Worauf müssen Einsatzkräfte achten?

Um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten, muss Folgendes geprüft werden.

•           Wie sehen die Wetterprognosen aus? Ist weiterer Schneefall angekündigt?

•           Welche Arbeitsmittel werden auf der Dachfläche benötigt?n Wie können sie dorthin 
            transportiert werden?

•           Wie weit erhöht sich die Last auf dem Dach durch die Einsatzkräfte und ihr Material?

•           Gibt es einen sicheren Zugang zur Dachfläche?

•           Gibt es sichere Abwurfstellen für den Schnee?

•           Wie sehen die Absturz- und Durchsturzsicherungsmaßnahmen für die Einsatzkräfte aus?

 

Auf Flachdächern sollten die Einsatzkräfte möglichst durch eine Umwehrung gesichert sein. Ist diese nicht vorhanden und es besteht Absturzgefahr, müssen die Einsatzkräfte durch persönliche Schutzausrüstungen gesichert werden. An Steildächern müssen temporäre Auffangeinrichtungen eingerichtet werden. Wenn dies nicht möglich ist, muss ebenfalls eine Sicherung durch persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz erfolgen. Dazu müssen geeignete Anschlageinrichtungen, möglichst am Dachfirst, montiert werden oder mit einem Kran oder der Drehleiter der Feuerwehr geschaffen werden.

 

 

Kontakt

Unfallkasse Rheinland-Pfalz
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