Kita Haydnstraße trainiert Verkehrssicherheit mit den Kindern

„Sicher zur Schule“

 

Verkehrssicherheitstraining gehört in der Kita Haydnstraße in Frankenthal zum Alltag. „Wenn wir mit unseren Mädchen und Jungen die Kita verlassen, sei es beim Spaziergang oder beim Ausflug – Verkehrssicherheit ist immer aktuell“, berichtete Leiterin Anke Jendahl. Die Kita beteiligt sich am Projekt „Sicher zur Schule“ der Unfallkasse und der Landesverkehrswacht, das von der Polizei, den Kreisverkehrswachten und vom Forum Verkehrssicherheit Rheinland-Pfalz unterstützt wird. Eine Arbeitsbroschüre hilft beim Verkehrssicherheitstraining, bei dem die Kinder lernen, Gefahren im Straßenverkehr zu meistern oder – noch besser – zu umgehen. „Das Besondere an dem Projekt: Es bindet auch die Eltern mit in die Verkehrssicherheitsarbeit ein“, informierte Manfred Breitbach, Geschäftsführer der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Während einer Aktionsveranstaltung in der Kita zeigten die Kinder, dass sie schon einiges über Verkehrssicherheit wissen.

„Die Stadt Frankenthal versucht kontinuierlich in enger Zusammenarbeit mit der Polizei vor Ort den Straßenverkehr sicherer zu machen. Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die Kita- und Schulwege. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Kinder müssen rechtzeitig für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisiert werden, um unbeschadet eigene Erfahrungen sammeln zu können“, ist Bürgermeister Andreas Schwarz überzeugt. Beim Verkehrssicherheitstraining seien in erster Linie die Familien gefragt. Aber auch in der Kita gehöre Verkehrssicherheit zum festen Bestandteil des Bildungskonzepts. „Wir freuen uns, dass wir stets die Unterstützung und Beratung kompetenter Stellen erhalten“, richtete sich Bürgermeister Andreas Schwarz dankend an die Unfallkasse, die Verkehrswacht und die Polizei vor Ort.

Die Zahl der Wegeunfälle, an denen Kita- und Schulkinder beteiligt waren, lag im Jahr 2015 bei 5.420 Meldungen. „Und genau hier möchten wir mit dem Schulungsprojekt gegensteuern und uns gemeinsam mit unseren Partnern gezielt dafür einsetzen, die Unfälle mit Kindern drastisch zu reduzieren bzw. zu vermeiden und damit auf ‚Null‘ zu setzen“, betonte Manfred Breitbach. „Wir sprechen bewusst die Eltern an, denn ihnen obliegt die Vorarbeit bei der Verkehrserziehung ihrer Kinder“, erklärte Geschäftsführer Andreas Opfermann-Hauch von der Landesverkehrswacht Rheinland-Pfalz und Heinz Heck von der Verkehrswacht Frankenthal. Kein Erwachsener dürfte sein Vorbildverhalten unterschätzen, denn Kinder lernen durch Nachahmen. Das sollte jedem bewusst sein.

Eltern bringen sich mit ein
Dass die Kita das Projekt „Sicher zur Schule“ umsetzt, findet Katrin Steinmüller als zweifache Mutter sehr gut. „Kinder werden mehr und mehr mit dem Auto gefahren, sie nehmen weniger aktiv am Straßenverkehr mit eigener Verantwortung teil. Das wurde mir klar, als wir in der Kita gemeinsam Regeln erarbeitet habe“, sagte Katrin Steinmüller. Erfahrungen, wie man sich im Straßenverkehr verhält, seien jedoch ganz wichtig für die Kinder. „Beim Schulwegtraining mit meinem Sohn Paul übernehme ich die klaren Ansagen aus der Kita und vertiefe damit die Regeln zur Verkehrssicherheit“, so die engagierte Mutter.

Polizei hat guten Kontakt
Das sichere Verhalten im Straßenverkehr erfassen Kinder am besten, wenn sie es über einen längeren Zeitraum in der Praxis üben. So können sie wichtige Sicherheitsregeln gut verinnerlichen und sind bei der Einschulung nach den Sommerferien bestens gerüstet. „Die neuen Broschüren eignen sich gut dazu, mit Vorschulkindern den künftigen Schulweg zu üben“, sind Klaus Bergmann und Daniel Schwarzenbarth, Verkehrssicherheitsberater bei der Polizeiinspektion Frankenthal, überzeugt.

Die Broschüren für die Kinder und die Eltern erhalten Kitas kostenfrei bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz: Tel.: 02632 960 3300, E-Mail: praevention@spam protectukrlp.de.

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