Internationaler Tag der Ersten Hilfe

Beim Helfen wie Beschäftigte gesetzlich versichert

Bei Unfällen oder Katastrophen können oft wenige Minuten über Leben und Tod von verletzten Menschen entscheiden. Deshalb ist jeder verpflichtet, im Notfall Erste Hilfe zu leisten: Das heißt zum Beispiel einen Notruf absetzen, die Unfallstelle absichern und den Verletzten bis zum Eintreffen der Rettungsdienste betreuen. Die Helfenden sind bei ihrem Einsatz gesetzlich unfallversichert, wenn ihnen bei der Hilfeleistung etwas passiert. Darauf weist die Unfallkasse Rheinland-Pfalz anlässlich des internationalen Tages der Ersten Hilfe am 8. September 2018 hin.

 

Fahrradsturz: Auch kleinere Wunden sollten versorgt werden. (Nachgestellte Szene)

Autounfall: Die im Erste-Hilfe-Kurs vermittelten Maßnahmen helfen im Ernstfall. Eine Erste-Hilfe-Grundausbildung ist übrigens Voraussetzung, um einen Führerschein zu absolvieren. (Nachgestellte Szene)

Was bedeutet gesetzlich unfallversichert?
„Wird jemand beim Absichern einer Unfallstelle angefahren und verletzt, übernimmt in Rheinland-Pfalz die Unfallkasse die Kosten für ärztliche Behandlung. Sie arbeitet dabei eng mit Fach- und Spezialkliniken zusammen, damit die Rehabilitation zum bestmöglichen Ergebnis führt“, erklärt Jörg Zervas, Leiter der Abteilung Rehabilitation und Entschädigung. Das umfangreiche Leistungspaket, um die Gesundheit und Teilhabe der Versicherten mit allen geeigneten Mitteln wiederherzustellen, reicht von der Akutversorgung, medizinischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation bis zur lebenslangen Rente.

Schon gewusst?
Wer bei einem Notfall nicht unverzüglich die ihm bestmögliche Hilfe leistet, macht sich wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar. Die Pflicht zur unmittelbaren Hilfeleistung entfällt, wenn diese nicht zumutbar ist. Beispielsweise ist ein Nichtschwimmer nicht verpflichtet, einen Ertrinkenden aus tiefem Wasser zu retten. Die Pflicht zur Hilfeleistung regelt § 323c Strafgesetzbuch.

Mehr zum Thema finden Sie hier und in den entsprechenden Informationsblättern hier.

Pressemeldung der DGUV

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