Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung – wie geht das?

Exkursion der August-Horch-Schule zur Unfallkasse Rheinland-Pfalz in Andernach

 

Schülerinnen und Schüler der August-Horch-Schule in Andernach besuchten, zusammen mit ihren Lehrkräften Florian Müller und Petar Hofmann, im Rahmen einer Exkursion die Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Die Lehrveranstaltung stand unter dem Motto „Ergonomie am Arbeitsplatz“. „Wir freuen uns, Ihnen die Besonderheiten und Merkmale eines ergonomisch eingerichteten Arbeitsplatzes aufzuzeigen“, sagte Ausbildungsleiter Benjamin Heyers, bei der Begrüßung der Gäste. Die angehenden Kaufleute für Büromanagement freuten sich, ihr Wissen durch praktische Erfahrungen erweitern zu dürfen.

Begonnen wurde der Tag mit einer Einleitung über die Arbeit und die Aufgaben der Unfallkasse Rheinland-Pfalz, die seit August 2015 einen schwerbehinderten jungen Mann zum Kaufmann für Büromanagement ausbildet. Die Besonderheiten seines Arbeitsplatzes sollten seine Mitschülerinnen und Mitschüler auch kennenlernen. Weiterhin wurden gemeinsam die Grundsätze ergonomischer Arbeitsplatzgestaltung aufgezeigt.

Nachdem theoretischen Teil, durfte sich eine Lehrkraft an einem Musterarbeitsplatz von den Schülerinnen und Schülern zur Ergonomie beraten lassen. „Der Arbeitsplatz passt sich an den Menschen an, nicht anders herum“, ließ eine Schülerin verlauten. Unter Beachtung dieses Aspektes rieten die Schülerinnen und Schüler ihrer Lehrkraft, zuerst den Stuhl einzustellen, danach den Tisch und alles weitere. Der Stuhl sei schließlich näher am Menschen. Die Vielzahl der Hilfsmittel, die zur Unterstützung der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung genutzt werden können, brachte die Schulklasse zum Staunen. Von Vertikalmäusen über Headsets bis zum Sitzkissen wurde einiges vorgeführt.

Um das Wissen anwenden zu können, begutachteten die Schülerinnen und Schüler im Anschluss die Büroräume der Unfallkasse. Sie befragten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu der ergonomischen Gestaltung ihres Arbeitsplatzes. Gemeinsam bewertete die Klasse den Bildschirmarbeitsplatz des schwerbehinderten Mitschülers. Hier kommen unter anderem ein elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch, eine Einhandtastatur und eine Kugelmaus zum Einsatz. Der Arbeitsplatz hat sich dem Menschen angepasst!

Abschließend stellten sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig ihre Gruppenergebnisse vor und werteten diese gemeinsam aus. Dabei kamen überwiegend positive Gesichtspunkte zum Vorschein. Die Verbesserungsvorschläge werden in der nächsten Sitzung des Arbeitsschutzausschusses der Unfallkasse beraten. Schlussendlich erklärten die Schülerinnen und Schüler der August-Horch-Schule die Arbeitsplätze der Unfallkasse für gut ausgestattet. Eine Schülerin brachte dies wie folgt auf den Punkt: „Da kann sich manch ein Unternehmen noch eine Scheibe abschneiden.“  

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