Technik und Sicherheit

Die Entwicklung der Technik von Feuerwehreinsatzgerät schreitet immer weiter fort. Fahrzeuge werden größer und die enthaltene Technik des Gerätes immer moderner. Feuerwehrangehörige müssen diese Technik im Feuerwehreinsatz sicher beherrschen. Dazu gehört die Ausbildung und regelmäßige Übung mit und am Gerät. In diesem Bereich stehen Informationen zur Gestaltung des Feuerwehrgerätehauses sowie zur Nutzung von feuerwehrtechnischer Ausrüstung zur Verfügung.


Solaranlagen: An Vorsorge im Brandfall denken

Die Installation von Solaranlagen – sogenannte Fotovoltaikanlagen – auf Dächern wächst bundesweit, sowohl im privaten als auch industriellen Bereich. Doch was ist zu beachten, wenn es zu einem Brand kommt? Stimmt es, dass sich Solaranlagen bei einem Brand nicht abstellen lassen?

„Nicht gespart werden sollte an Schutzmechanismen, damit sich im Brandfall die erneuerbare Energie vom Dach nicht zur bösen Falle für die Hausbewohner und die Einsatzkräfte der Feuerwehr entpuppt“, sagt Dave Paulissen, Präventionsfachmann von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz.

„Noch sind uns in Rheinland-Pfalz keine Feuerwehreinsätze bekannt, bundesweit steigt jedoch die Zahl der Vorfälle.“

Wie kommt es zur Gefahr?

Leitungen und Bauteile der Solaranlage stehen bei Lichteinfall ständig unter elektrischer Spannung. Besondere Abschaltsysteme, welche den Versorgungsstrang der Gleichspannung direkt an der Quelle unterbrechen, fordern weder Normen noch gesetzliche Regelungen.

Ebenso ist die Anordnung von Anlagenbauteilen, wie beispielsweise der Wechselrichter, nicht vorgegeben und bei der Montage freigestellt. Eine Kennzeichnung der Gebäude für den Gefahrenfall ist bisher für den Betreiber freiwillig. Für Feuerwehrleute kann beim Einsatz Lebensgefahr bestehen, wenn sie nicht wissen, dass eine Solaranlage existiert und Gefahrenbereiche nicht elektrisch abgeschaltet werden können und damit frei von Strom sind.

Was empfehlen Fachleute?

Bei der Feuerwehr stehen Sicherheit und Gesundheitsschutz der Einsatzkräfte im Vordergrund. Für Hersteller und Betreiber geht es zudem auch um die Wirtschaftlichkeit der Solaranlage und den Gebäudeschutz. Grundsätzlich hat im Schadensfall der Personenschutz Priorität gegenüber materiellen Werten. „Wir beraten die Feuerwehren über Aufbau und Wirkungsweise der Solaranlagen und sensibilisieren für mögliche Gefahren, die im Einsatzfall von dieser neuen Technologie ausgehen können“, informiert Dave Paulissen.

Der Sicherheitsexperte und Ansprechpartner für die Feuerwehren in Rheinland-Pfalz appelliert auch an private und wirtschaftliche Betreiber von Solaranlagen: Die Feuerwehr sollte über Anlagentyp, Bauweise und die eingebauten Schutzeinrichtungen Kenntnis haben, damit sie im Ernstfall geeignete Maßnahmen treffen kann.

„Neben der Kennzeichnung von Anlagen- und Gebäudeteilen ist bereits in der Planungsphase eine Abstimmung zwischen der Feuerwehr und dem Erbauer bzw. Betreiber zu empfehlen“, rät Paulissen.

Die Unfallkasse sieht Brandschaubegehungen und Kenntnisse über Verdrahtungspläne als hilfreich an. So könnten die Feuerwehren Kataster anlegen und Kontaktdaten zu Elektrofachkräften vor Ort griffbereit halten, um für einen Notfall gewappnet zu sein. „Es ist immer gut, wenn man sich ohne Druck vorbereiten kann und im Falle eines Falles nur die Schublade aufmachen muss“, empfiehlt Dave Paulissen. Denn nur, wenn Sicherheit und Gesundheitsschutz für die Einsatzkräfte berücksichtigt sind, können die Feuerwehren ihren Aufgaben „Retten – Löschen – Bergen – Schützen“ gerecht werden.


Aktualisierte Prüfgrundsätze für Ausrüstung und Geräte

Handlungshilfe für die freiwilligen Feuerwehren in Rheinland-Pfalz

Seit Anfang 2014 steht die aktualisierte Fassung der Prüfgrundsätze für Ausrüstung und Geräte der Feuerwehr (DGUV Grundsatz 305-002/bisher GUV-G 9102) zur Verfügung. Gemeinsam haben die Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule (LFKS), der Landesfeuerwehrverband (LFV) und die Unfallkasse für die freiwilligen Feuerwehren in Rheinland-Pfalz eine Handlungshilfe für die praktische Umsetzung der Prüfgrundsätze erarbeitet.

Die Handlungshilfe für Rheinland-Pfalz konkretisiert und erleichtert die Anwendung für die Praxis, beinhaltet Vorschläge für die Prüforganisation und gibt nähere Hinweise zu einzelnen Prüfabläufen für den Aufgabenträger und die zuständigen Gerätewarte. Ausführliche Informationen zum Downloaden . . .


Sicherheitshinweis zur Personenschutzeinrichtung

Ortsveränderliche Personenschutzeinrichtungen mit erweiterten Schutzfunktionen (PRCD-S) sind zum Schutz gegen elektrischen Schlag bei Feuerwehren, Hilfeleistungsorganisationenund im gewerblichen Bereich (Baustellen, Montagestellen usw.) für bestimmte Situationen gefordert und werden dort entsprechend eingesetzt.
Ausführliche Informationen zum Downloaden . . .


Druckwasserdichte Steckvorrichtungen im Feuerwehrdienst

Infoblatt Nr. 02 des Sachgebiets "Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen"
Ausführliche Informationen zum Downloaden . . .


Einsatz der Rettungssäge bei der Feuerwehr

In der Motorsägenführer-Ausbildung bei der Feuerwehr in Rheinland-Pfalz weisen die Verantwortlichen darauf hin, dass die Motorsäge bei den Feuerwehren grundsätzlich als Rettungsgerät zu sehen ist. Dies hat in einigen Bereichen dazu geführt, dass die Motorsäge fälschlicherweise mit der Rettungssäge gleichgestellt wurde.
Ausführliche Informationen zum Downloaden . . .


Einsatz der Motorsäge bei der Feuerwehr

Immer wieder werden Unsicherheiten bezüglich des Einsatzes der Motorsäge geschildert. Deshalb ist der Umgang mit der Motorsäge bei der Feuerwehr auch für uns „ein Thema“, zu dem wir Information zusammengestellt haben.

Wir wollen wir mit dieser Zusammenstellung Antworten auf die zahlreichen Fragen geben, die uns rund um dieses Thema erreichen. Ausführliche Informationen zum Downloaden . . .


Wiederherstellen von Atemschutzgeräten

Zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft von Atemschutzgeräten, sogenannte Pressluftatmer, hat die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb), Referat 8, eine praxisnahe Regelung erarbeitet. Bisher musste ein Atemschutzgerät grundsätzlich nach Gebrauch in einer Atemschutzwerkstatt nach der Feuerwehr-Dienstvorschrift 7 (FwDV 7) „Atemschutz“ kontrolliert werden. Ausführliche Informationen zum Downloaden . . . und ein Verwendungsnachweis für Atemschutzgeräte.


Dieselmotoremissionen in Feuerwehrhäusern

Durch das Gefahrstoffrecht ergeben sich Rahmenbedingungen, von denen auch Betreiber und Planer von Feuerwehrhäusern betroffen sind. Daher wird die Unfallkasse Rheinland-Pfalz bei Beratungen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz in Feuerwehrhäusern häufig auf das Thema Dieselmotoremissionen (DME) angesprochen.  Im Folgenden haben wir die rechtlichen Vorgaben und Schutzziele zusammengestellt. Ausführliche Informationen zum Downloaden . . .

Kontakt

Unfallkasse Rheinland-Pfalz
Orensteinstr. 10
56626 Andernach
Telefon: 02632 960-0