Persönliche Schutzausrüstung

Die Angehörigen der freiwilligen Feuerwehren sind bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit vielfältigen Gefahren für Gesundheit und Leben ausgesetzt. In diesem Bereich finden Sie Hinweise für die Auswahl und Beschaffung der nötigen Persönlichen Schutzausrüstung im Feuerwehrdienst.

Das Ziel ist es, Feuerwehrangehörige bestmöglich vor den Gefahren des Einsatzes zu schützen. Welche Maßnahmen sind notwendig, welche sinnvoll, welche wirklich wirksam?


Haltegurt und andere Haltesysteme in der Feuerwehr

Der Feuerwehr-Haltegurt wird seit Jahrzehnten bei der Feuerwehr eingesetzt. Tätigkeiten wie das Halten und Sichern bzw. die Selbstrettung als Notmaßnahme sind in der Feuerwehr-Dienstvorschrift 1 (FwDV 1) beschrieben. Es kommen vermehrt Produkte auf den Markt, die den Feuerwehr-Haltegurt ersetzen sollen, insbesondere in Einsatzjacken integrierte Brustgurte/-schlaufen. Ausführliche Informationen zum Downloaden . . .


Schutzkleidung für die Feuerwehr

Bei der neuen DIN EN 469 müssen im Gegensatz zu der alten Ausgabe von 1996 alle sicherheitstechnischen Anforderungen (nicht nur die im Zusammenhang mit Hitze und Flammen) erfüllt sein, z. T. mit Leistungsstufen.

Sie beschreiben insoweit eine universelle Schutzkleidung für das Einsatzspektrum der Feuerwehren in Deutschland. Um den kommunalen Aufgabenträgern und den Feuerwehren eine Entscheidungshilfe zur Beschaffung der persönlichen Schutzausrüstung zu geben, ist eine Empfehlung der Fachgruppe "Feuerwehren-Hilfeleistung" für den Umgang mit den Normen erfolgt. Ausführliche Informationen zum Downloaden . . .

 

Darüber hinaus stellt das Informationsblatt der DGUV "Meine Feuerwehrschutzkleidung - Information für Einsatzkräfte" als Handlungshilfe für Einsatzkräfte Anwendungshinweise und Auswahlkriterien für ihre persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung. Ausführliche Informationen zum Downloaden . . .


Maskenbrillen für Atemschutzgeräteträger

Sofern der vorhandene Sehfehler eines Atemschutzgeräteträgers durch die Verwendung einer Brille korrigiert werden kann, ist dem betroffenen Feuerwehrangehörigen für Einsatz, Übung und Ausbildung unter der Vollmaske eine entsprechende Maskenbrille zur Verfügung zu stellen.

Maskenbrillen in diesem Sinne werden in die Atemschutzmaske eingesetzt, so dass keine Brillenbügel bzw. Brillenbänder benötigt werden .

Die einschlägigen Hersteller von Atemanschlüssen bieten Maskenbrillen dieser Art an, spezielle Atemschutzmasken für Brillenträger sind demnach nicht erforderlich. Nach Ziffer 5.2 FwDV 7 “muss für Einsatzkräfte, die das erforderliche Sehvermögen nur mit einer Brille erreichen, ... eine innenliegende Maskenbrille bereitgestellt und persönlich zugeteilt werden.

Die Maskenbrille muss in den persönlich zugeteilten Atemanschluss eingesetzt sein und im Einsatz getragen werden. Maskenbrillen, welche über die Dichtlinie des Atemanschlusses verlaufen, sind nicht zulässig“, weil sonst erhebliche Undichtigkeiten auftreten.

In jüngerer Zeit wird der Einsatz von Kontaktlinsen diskutiert, die die Feuerwehrangehörigen auch zivil tragen. Bisher sind uns keine nachteiligen Erfahrungen im Feuerwehrdienst bekannt geworden.

Kontakt

Unfallkasse Rheinland-Pfalz
Orensteinstr. 10
56626 Andernach
Telefon: 02632 960-0